Therapie-Programm


Die Mitarbeiter unseres Zentrums sind Freiwillige, die sich ehrenamtlich für Suchtkranke einsetzen. Einige von ihnen haben selbst eine Rehabilitation abgeschlossen.
Fünf Schritte im Lebenshilfe Haus „Das Neue Leben“. Die Wiedereingliederung in unserem Haus und die Betreuung von rückfälligen Suchtkranken dauert ein Jahr. Diese Zeit ist notwendig, um das Programm abzuschließen, das dem Süchtigen Stabilität geben und ihm helfen soll, zu einem normalen Leben ohne Medikamente zurückzukehren.

1. SCHRITT

Der erste Teil unseres Programms, der etwa 14 Tage dauert, ist der Entzug von Medikamenten (Medikamente, die bei Entzugserscheinungen Heroin ersetzen können). Der Entzug wird durch Kräutertees, Spaziergänge und ein familiäres Umfeld in der Gemeinschaft ermöglicht. Am Anfang erfolgt eine Anpassung an den neuen Ort und die neue Routine.

2. SCHRITT

Der zweite Schritt beginnt, wenn die rehabilitierte Person moralische und emotionale Unterstützung benötigt. In dieser Phase beginnt er oder sie, im Team in verschiedenen Bereichen von ‚Das Neue Leben‘ mitzuarbeiten, z. B. bei der Hausarbeit, beim Umzug, beim Bauen und bei der Gartenarbeit.

3. SCHRITT

In der dritten Phase kann die rehabilitierte Person die Gemeinschaft mit einer Begleitperson oder in einer Gruppe verlassen. Dabei lebt er außerhalb des Zentrums und verrichtet unter der Aufsicht eines Betreuers verschiedene Gelegenheitsarbeiten. Auf diese Weise wird der Programmteilnehmer bei der Wiedereingliederung in das Leben in der Gemeinschaft unterstützt. Er kehrt nur zu den Mahlzeiten in die Gruppe zurück und nimmt am sozialen, kulturellen und geistlichen Leben der Gruppe teil.

4. SCHRITT

In der vierten Phase werden dem Teilnehmer des Programms zur Wiedereingliederung Aufgaben übertragen, die mehr und mehr Verantwortung erfordern. Dabei wird getestet, ob er ehrlich und zuverlässig ist. Natürlich wird er auch in die Betreuung von später hinzukommenden Personen einbezogen, die eine Wiedereingliederung in die Gemeinschaft benötigen. Außerdem werden ihm Geldbeträge anvertraut, über die er umfassend Rechenschaft ablegen muss. Der Programmteilnehmer nimmt am Leben der Gemeinschaft im Ganzen teil und übt nach Möglichkeit einige Tätigkeiten aus, wie z. B. die Übernahme einer Führungsrolle.

5. SCHRITT

Nachdem der Teilnehmer die ersten vier Phasen durchlaufen hat, beginnt die fünfte Phase – die Anpassung an das normale Leben. Er entscheidet sich, mit den Betreuern Gespräche darüber zu führen, ob er ausreichend auf die Konfrontation mit dem Leben in der Gemeinschaft vorbereitet ist. Soweit möglich, finden Gespräche mit der Familie des Rehabilitanden über die bevorstehende Rückkehr in die Gesellschaft und die künftigen beruflichen Möglichkeiten statt, damit eine erfolgreiche Rückkehr in die Gesellschaft erfolgen kann.

Es besteht auch die Möglichkeit, an sozialen Treffen teilzunehmen, die von Das Neue Leben organisiert werden, und bei Bedarf die Hilfe der Mitarbeiter des Zentrums in Anspruch zu nehmen. Ist die Entfernung zum Standort von „Das Neue Leben“ zu groß ist, empfehlen wir, sich an ein anderes Rehabilitationszentrum oder eine christliche Gemeinde zu wenden. Darüber hinaus bieten wir einen langfristigen Aufenthalt in der Gemeinde an, d.h. ein ehemaliger Rehabilitand kann Mitarbeiter oder sogar Betreuer bei Das Neue Leben werden. Ziel ist es, dass der ehemalige Reha-Teilnehmer die Hilfe, die ihm einst zuteil wurde, auch Neuankömmlingen weitergibt.